Brücke aus einem Guss

Der 3D-Drücker genießt eine äußert große Popularität in den letzten paar Jahren. Er wird nicht nur in der Auto-Industrie verwendet, sondern auch in anderen Bereichen, die einen öffentlichen Nutzen haben. Im Jahre 2015 gelang es schließlich der Universität für Technik aus Eindhoven, eine 3D-Brücke herzustellen und zwar durch die Verwendung vom 3D-Printer. Die Ingenieure der Universität, zusammen mit dem weltweit berühmten Bauunternehmen BAM haben eine 800 Meter lange Brücke hergestellt, die zwei Uferseiten verbindet. Doch die Geschichte der Herstellung ist eine besondere Angelegenheit.

Wie die Brücke entstand

In Amsterdam wurden, bevor es zu der Eindhoven-Brücke überhaupt kam, vor einigen Jahren auch bestimmte Teile einer Brücke gedrückt und zusammengesetzt. Doch bei der Eindhoven-Brücke ist es anders. Die Teile werden erstmal vorgefertigt und dann in Gemert zu einer Brücke zusammengefügt. Sie wird also nicht an Ort und Stelle gedruckt. Die Brücke besteht somit aus mehreren Segmenten, die zwar nicht gleich erkennbar sind, jedoch in der Tat als solche aufgebaut sind. Durch die besondere Technologie, die bei der Herstellung benutzt wurde, kann die Brücke eine Belastung von bis zu 2 Tonnen aushalten. Sie ist ursprünglich für Fahrradfahrer und Fußgänger gedacht und für deren Aufbau hat man 6 Stunden gebraucht.

Vorteile der Brücke

Der größte Vorteil besteht darin, dass eine auf diese Art und Weise entstandene Brücke auf jeden Fall besser für die Umgebung, bzw. die Natur ist, da nur sehr wenig Materialien benutzt wurden. Es entsteht also wenig Müll. Die gedruckte Brücke wurde, um für eine größere Stabilität zu sorgen, mit bestimmten Materialien verstärkt, die jedoch nur an wenigen Stellen benutzt worden sind. Man muss also gestehen, dass diese Brücke schon etwas Besonderes ist. Es ist aber nicht die einzige 3D-Brücke in der Welt, aber in den Niederlanden schon. Und um dieses Projekt weiterzuführen, wird erwartet, dass bis zum Ende des nächsten Jahres in den Niederlanden eine 3D-Stahlbrücke hergestellt wird, mit deren Herstellung schon angefangen wurde.

Der Aufbau und die Variationen

Eins der Besonderheiten dieser 3D-Brücke ist deren Aufbau. Sie wird nämlich Schicht nach Schicht aufgebaut, sodass der Beton genug Zeit bekommt, um sich auszuhärten. Somit gewinnt man an Stabilität. Ein Roboter ist für den ganzen Zusammenbau verantwortlich, denn er legt die Teile aneinander und verwendet für das Gießen des Betons eine Düse, die auch durch den 3D-Printer hergestellt worden ist. Das Drucken ist viel schneller als das normale Gießen einer Brücke und weil dafür keine Verschalung notwendig ist, gibt es auch keine Abfälle, die entstehen. Und noch eine wichtige Sache: Da weniger Beton für die Herstellung verwendet wird, fällt auch der Kohlendioxid weniger an. Somit handelt es sich bei dieser Brücke um eine äußerst gute Alternative für die Umwelt. Sie ist außerdem sehr stabil und bietet eine lange Lebensdauer, da sie Technologie und Kreativität vereint.