Der 3D Drucker – Ein Spielzeug für zu Hause?

Mit einem 3D Drucker lassen sich einige Annehmlichkeiten des täglichen Lebens genau so designen, wie es gefällt. Ein Kinderspiel ist der Umgang mit einem 3D Drucker deshalb aber noch lange nicht. Einige Stolpersteine gilt es auf dem Weg zum eigenen Werk noch zu überwinden.

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Der Kauf eines 3D Druckers

Ein 3D Drucker ist mittlerweile zu Schnäppchenpreisen verfügbar. Für einige Hundert Euro können sich die kleinen Geräte sehen lassen. Sobald präzisere oder größere Geräte gewünscht sind, schnellt der Preis jedoch hoch. So werden aus einigen Hundert schnell ein paar Tausend Euro.

Die günstigste Variante ist das sogenannte „Fused Deposition Modeling“. Das Filament, ein dünner Kunststoffdraht dient dem Drucker dabei als Material. Das Material ist relativ günstig. So ist eine Rolle mit einem Gewicht von einem Kilogramm bereits für unter 20 Euro erhältlich. Die Preise können jedoch je nach Material sehr stark variieren. Der Kunststoffdraht ist sehr leicht und dennoch stabil. Mit einem Kilogramm Filament können bereits etliche Vasen, Wandhalterungen oder Smartphone-Hüllen gedruckt werden.

Bei bereits festmontierten 3D Druckern besteht der Nachteil darin, dass Ersatzteile oft schwierig auszutauschen sind. Teils sind diese auch sehr teuer. Wenn der Drucker häufig genutzt wird und auch in ein paar Jahren noch kein altes Eisen sein soll, so müssen unter Umständen einige Teile des Druckers getauscht oder ergänzt werden. Ein Austausch ist bei Modellen, die nicht über zusätzliche Kunststoffverkleidungen verfügen, oftmals leichter zu bewerkstelligen.

Manche Drucker lassen sich zudem nur mit bestimmten Filamenten befüllen, die der Hersteller zusätzlich vertreibt. Da diese erheblich teurer sind, sollte beim Kauf des 3D Druckers besonderes Augenmerk auf die Materialbefüllung gelegt werden.

Je nachdem, wie geschickt jemand im Umgang mit Werkzeug ist, können auch Drucker als Bausatz gekauft werden. Diese sind gegenüber dem fertig montierten Gerät noch in Einzelteile zerlegt und müssen komplett aufgebaut werden. Der Vorteil besteht hier sicherlich in preislicher Hinsicht.

Die Software kennenlernen

Jedem, der etwas ganz Eigenes erschaffen möchte, bleibt eine Beschäftigung mit der nötigen Software nicht erspart. Es wird ein CAD-Programm benötigt, welches daraus eine Datei erstellt, die der 3D Drucker verarbeiten kann. Die Programmvielfalt reicht von einfachen bis hin zu sehr komplexen Programmen, für die teils eine intensive Einarbeitungsphase Pflicht ist. Bei weniger komplizierten Programmen sollte dies aber auch für Laien auf diesem Gebiet schnell erlernbar sein. Diejenigen, die direkt ihr erstes Objekt drucken möchten, werden jedoch nicht enttäuscht.

Unzählige Vorlagen im Internet machen es möglich, in Rekordzeit, auch ohne Beschäftigung mit der Software, etwas zu drucken.

Für das erste Unikat ist jedoch etwas Übung erforderlich. Vielleicht gelingt mit ein bisschen Arbeit noch ein echtes Meisterwerk.