Der Prothesen-Laufschuh

2016 startet eine Athletin bei den Olympischen Spielen in Rio mit einem Prothesen-Laufschuh, welcher mit dem 3D-Drucker hergestellt wurde. Diese Prothesen wurden von Nike entwickelt. Über 2 Jahre haben die Entwickler von Nike für diese Schuhe gebraucht, um der Athletin einen möglichst bestsitzenden und bequemen Halt zu bieten. Der Laufschuh „Nike Zoom Superfly Flyknit“ stammt aus dem 3D-Drucker und wird nach reichlichen Test erstmals bei den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio angewendet. Die 30-jährige Sportlerin Allyson Felix aus den USA und viermalige Goldmedaillen-Gewinnerin wird die Laufschuhe bei den 200 und 400 m Läufen tragen.

Prothesen-Laufschuh 3d druck

Nike setzt nicht erst seit Kurzem auf den 3D-Druck

Bereits 2013 stellte Nike mit der „Vapor-Laser-Ferse“ den ersten Laufschuh vor, in welchem ein Bestandteil aus dem 3D-Drucker integriert war. Der Schuh wurde in geringer Stückanzahl für professionelle Sportler hergestellt. Im Jahr 2014 präsentierte Nike eine Sporttasche aus Nylon, welche vollständig mit Hilfe des 3D-Drucks gefertigt worden war. Die Tasche „Nike Soccer Rebento Duffle“ wurde damals exklusiv für die Fußballspieler Neymar Jr., Wayne Rooney und Cristiano Ronaldo produziert.

Nike setzt zunehmend auf die Forschung und Entwicklung von 3D-Produkten für den Sport. Die Wissenschaftler des Nike Sports Research Lab (NSRL) arbeiten beständig an innovativen Produkten. Bald sollen auch für den weltweiten Markt Schuhe komplett mit Hilfe der 3D-Technik und einem speziellen Schockabsorbersystem konzipiert werden. Im Wettbewerb um den Markt arbeiten neben Nike, auch Adidas, Under Armor und New Balance an der Weiterentwicklung der 3D-Technik für Laufschuhe.

Nike entwickelt den ersten 3D-Laufschuh für die Olympischen Spiele

Die Laufschuhe „Nike Zoom Superfly Flyknit“ aus dem 3D-Drucker besitzen eine weiche Schuhsole und Spikes. Bei der Entwicklung kam die „Nike Flyknit-Technology“ zum Einsatz. Dies ist eine Technologie, welche alle Funktionen eliminiert, die nicht unbedingt benötigt werden und nur die wichtigsten Funktionen aufrechterhält. Man kann sich einfach einen Formel-1 Wagen vor Augen halten, denn dort ist auch nur das verbaut, was wirklich benötigt wird. Durch die Anwendung dieser Technik wird der Laufschuh so leicht wie möglich. Im Ergebnis kann er eine sehr gute Leistung erzielen, welche sich bei den Olympischen Spielen in Brasilien hoffentlich auch bestätigen wird.