Flugzeugbau dank 3D-Technik

Der 3D-Druck wird sich bis 2030 in der Kategorie „Flugzeugbau“ durchsetzen, so die Aussage vom Digitalverband „Bitkom“. 102 Experten und Mitarbeiter der Firma wurden hierzu befragt. 51 Prozent der Befragten glauben an einen neuen Standard mit Hilfe der 3D-Technik zum Bau der einzelnen Flugzeugteile. Laut Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder kann sich solch eine Technik in Zukunft super gut beweisen. Daher glaubt er, dass sich der 3D-Druck bis ins Jahr 2030 vollkommen revolutionieren wird. Der Grund dafür ist ganz einfach und simpel. Die einzelnen Bauteile eines Flugzeuges können durch die 3D-Technik um einiges schneller und günstiger produziert werden. Durch den Einsatz der Maschinen ist auch eine noch passgenauere Anfertigung der einzelnen Bauelemente möglich.

flugzeugbau dank 3d_technik

Innovative 3D-Technik fertigt schnell und präzise

Durch die vielen individuell anpassbaren Einstellungen an solch einem 3D-Drucker ist ein großer Fortschritt und eine schnelle Fertigung der Bauteile möglich. So wird zum Beispiel eine erhebliche Verbesserung in der Aerodynamik eines Flugzeuges erwartet. Durch eine verbesserte Aerodynamik kann eine bessere Effizienz und Umweltbilanz der Flugzeuge erreicht werden. Der 3D-Druck soll möglichst an jedem Flughafen direkt durchführbar sein. So können defekte Kleinigkeiten schneller ausgetauscht oder repariert werden, wodurch lange Reparaturzeiten und Verzögerungen bei fehlenden Ersatzteilen vermieden werden. Das Ziel des Ganzen ist es auch, die Transport- und Lagerkosten für Ersatzteile zu reduzieren. Momentan sind die Lagerkosten für Ersatzteile für Flugzeuge noch sehr hoch und verbrauchen viel Platz. Dies soll mit den 3D-Druckern Geschichte sein.

Die Zukunft des Flugzeugbaus liegt im 3D-Druck

64 Prozent der bei Bitkom arbeitenden Experten meinen, dass bis 2030 alles automatisiert ablaufen würde. Airbus plant die Fertigung der Bauteile mittels 3D-Druck auf mehr als die Hälfte aller Bauelemente auszuweiten. Gerade präsentierte Airbus auf der „Internationalen Luftfahrt Ausstellung“ (ILA) 2016 das Flugzeug „Thor“, welches aus einem 3D-Drucker hergestellt wurde und aus über 50 einzelnen Bauteilen produziert wurde. Das Flugzeug verfügt über eine neue, innovative gitterartige Struktur aus Aluminium und Kunststoff. Sowohl die Kosten für die Produktion als auch für die Fertigung und Planung konnten durch den Einsatz des 3D-Drucks erheblich minimiert werden.

In Zusammenarbeit mit der Firma Alcoa sollen zukünftig auch Bauelemente aus Titan mit der 3D-Druck-Technik für Airbus hergestellt werden.
Die einfache, günstige und schnelle Variante Flugzeugteile zu bauen oder zu „drucken“, wird auch in Zukunft weiterentwickelt werden. Die einzelnen Bauteile, Turbinen oder sogar ganze Flugzeuge können dadurch, neben der problemlosen Fertigung, gleich am Computer getestet und optimiert werden, wodurch auch ein unnötiger Materialverbrauch verhindert wird.